Music & Vinyl Fair Wien – September 2015

Nicht ohne Stolz erzählen wir von unserer ersten Messe im Rahmen der Music & Vinyl Fair in Wien, am vergangenen Wochenende. Für uns waren die Tage vom 26. September bis 27. September sehr aufregend und erlebnisreich. Folgen Sie uns in einem Rundgang.

Die Music & Vinyl Fair im MGC Wien, im 3. Wiener Bezirk, war für uns eine tolle Herausforderung. Neben der prickelnden „Vinyl“ Athmosphäre machten wir uns das Thema Vintage „wie kombiniere ich alt und neu“ zur Aufgabe. Zahlreiche Privatpersonen teilen unsere Leidenschaft und beteiligten sich mit ihren Exponaten an dieser feinen Ausstellung. Und Hand aufs Herz – wer erinnert sich nicht gerne an die schönen und damals meist auch schwer leistbaren Boliden jener Zeit, als wir noch als HiFi Jünglinge begeistert vor der Händlerauslage standen.

Wir bekennen uns zu unserer Leidenschaft, und so folgten wir natürlich der Einladung der Organisatoren rund um das Team Till Filippi, uns an dieser feinen Messe zu beteiligen.

Klingende Namen wie Accuphase, Pioneer aber auch Sony, Hornyphon und Minerva, sowie Phillips sollten uns auf diese Messe begleiten. Ergänzend gesellten sich eine große Verstärkerkombination von Technics zu dieser feinen Runde. Das Ausstellungsthema konzentrierte sich rund um die britische legendäre Formation Beatles. Die Pilzköpfe, wie sie liebevoll genannt werden, prägten die Musikwelt wie kaum eine andere Gruppe. Der österreichische Beatles-Fanclub zeigt aus diesem Anlass auf der Vienna Vinyl & Music Fair eine Auswahl von raren Schallplatten & Beatles-Memorabilien. Zu sehen sind unter anderem das berühmte „Butcher“-Cover, die LP „Let It Be“ im 7“ Single-Format, dekorative Picture-Discs, Original-Autogramme, Ausgaben der ersten deutschsprachigen Beatles/Lennon-Bücher, ein Stück der legendären Hamburger „Star Club“-Konzertbühne und ausgewählte weitere Beatles/Lennon-Erinnerungsstücke.

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Das war natürlich auch für uns Anlass vier schöne Exponate aus eben jener Zeit zu präsentieren mit der die Generation dem Beatles Sound und Texten begeistert zuhörte.

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Das Radiomuseum stellte uns hierzu ein Hornyphon Traviata WH 362A  aus dem Jahr 1962/1963, das tragbare schicke Minerva Radio Cordless Sport 625, ebenfalls aus den Jahren 1962/1963, sowie ein Phillips Andante 03RB262 ( 1966/1968 ) und ein Phillips Maestro 11 EL3586/30 aus dem Jahr 1964 zur Verfügung. Die eigentlichen Stars dieser Ausstellung, wie wir meinen, so blieben doch viele Besucher vor diesen Zeitzeugen stehen. Jeder hatte ein entsprechendes Kommentar zur Hand. Sei es das Radio des Großvaters, der Eltern oder gar noch das eigene Gerät mit den entsprechenden Erinnerungen an die schöne Beatles Aera. An dieser Stelle sprechen wir Herrn Wolfgang Bauer unser herzliches Dankeschön auch im Namen der Besucher aus.

Die 70er Jahre waren gleich mehrfach vertreten. Wohlweislich jene Zeit zu der HiFi in die Wohnzimmer einzog und für so manche freudige Erinnerung an die Musikanlage der Eltern  bei den heute mittlerweile 40 und 50 Jährigen sorgte. Vielleicht durfte sich Pioneer hier die heimliche Krone aufsetzen. Die SPEC Serie eben jenes japanischen Herstellers war ein Objekt der Begierde, welches auch heute noch seinen speziellen Reiz ausübte. Berechtigt, denn die persönliche Anlage unseres Lesers Günter Bindeus, welcher gleich mit einer spielfertig installierten SPEC Serie aufwartete, wusste mit einem feinen Tonband der begnadeten Legende Dave Brubeck klanglich zu überzeugen. Dabei sollte erwähnt werden dass die Wiedergabelautsprecher eine aktuelle Neuentwicklung der Firma Ichos Schallwandler darstellten, und somit bestens gerüstet sind um allfällige Schwächen aufzudecken. Aber weit gefehlt –  ein lupenreiner fein durchzeichnender Klang präsentierte sich den Besuchern. Dabei erlaubten wir uns Musik vom Smartphone über ein sogenanntes Bluetooth Dongle verfügbar zu machen. So konnte der interessierte Besucher sein Smartphone „einloggen“ und die eigene bekannte Musik genießen. Erfreulicherweise passten sogar die Abstände der RCA ( Cinch ) Buchsen zu den vorgebenen Abständen der fix montierten Stecker auf dem Dongle. Dies war leider nicht bei jedem älteren Gerät der Fall, so zeigt sich auch hier in diesem kleinen Detail Pioneer äußerst kompatibel zu modernen Wiedergabemedien.

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Stolzer Besitzer Günter Bindeus bei der „Endabnahme“ seiner Pioneer Spec Serie in einem 19 Zoll Rack.

Das Gewicht beträgt beinahe 100 Kilogramm und so dürfen die Rollen keineswegs als überdimensioniert gelten. Das Kassettendeck Pioneer CT-1250 wurde für den Einbau mit den damals optional erhältlichen Rackeinbauflanschen ausgestattet. Die Verstärker SPEC 1 und SPEC 2 waren bereits sereinmäßig ausgestattet. Das Tonbandgerät RT-707 wusste durch eine ausgesprochen frische und makellose Wiedergabe zu begeistern. Mit einem derartigen Klang versteht auch ein Skeptiker die Begeisterung vieler Tonband Fans. Veraltete Technik ? Bestimmt, aber klanglich mehr als nur konkurrenzfähig.

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Pioneer SPEC im stabilen 19 Zoll Rack einsatzbereit

Mit der SPEC Serie aus den 70er Jahren begann eine Baureihe welche alsbald etwas preisgünstiger, aber nicht minder wertig verarbeitet war, erweitert wurde. Die sogenannte 20er Serie von Pioneer hat es Vintage Fan Heinz Huber angetan. Mühevoll und mit großer Akribie suchte Heinz Huber beinahe weltweit seine Kleinode zusammen. Eine top gepflegte C -21  Vorstufe war zwar nicht mit im Gepäck, wurde aber bereits von uns in Augenschein genommen und ausgiebig gehört. Dafür durften wir die externe Frequenzweiche D-23 ausstellen. Ein wahres Multitalent, so vermochte die D-23 bis zu vier Wege auf zu trennen und eine entsprechende Anzahl an Endverstärkern mit dem jeweiligen Frequenzbereich zu versorgen. Die Phantasie, man möge uns die Begeisterung verzeihen, lässt eine M-25 Endverstärker Phalanx für ein leistungsstarkes Lautsprechersystem vor dem geistigen Auge entstehen. Da die C-21 Vorstufe von Pioneer sehr spartanisch ausgelegt war, legte Pioneer eine passive Umschalteinheit U-24 nach, um auch umfangreichere Aufbauten in den damaligen Wohnzimmern zu realisieren. Eine Komponente die durchaus auch heute gefallen finden könnte. Pioneer verbaute im Rahmen der Serie 20 bei allen Komponenten massive Alu Frontplatten, sowie äußerst schwere und stabile Stahlgehäuse. Ein Design welches heute problemlos mit modernen Komponenten kombiniert werden kann.

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Kraftwerk Pioneer M-25

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Frequenzweiche D-23

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passive Umschalteinheit Pioneer U-24

Pioneer bot die Leistungsendstufen in zwei Versionen an. Die Pioneer M-22 wurde als reine Class A Endstufe mit 30 Watt je Kanal dimensioniert, während die ungemein leistungsstärkere Endstufe M-25 gar mit stabilen 120 Watt je Kanal so manchem Lautsprecher das Fürchten lehrte. Während die M-22 noch zahlreich am Gebrauchtmarkt verfügbar ist, so artet die Suche nach einer gepflegten M-25 bereits in ein zeitraubendes und kostspieliges Unterfangen aus. Heinz Huber wurde in Kanada fündig und erfreut sich seitdem an der Erfüllung seiner lang gehegten Leidenschaft.

Was unsere Besucher mit feinsten Geräten aus den frühen und späten 80er Jahren erlebten, erzählen wir Ihnen in nächsten Teil dieser Reportage. Dennoch möchten wir eine kleine Vorschau auf die legendären Hersteller Accuphase, Sony und natürlich den kürzlich neu auferstandenen Hersteller Technics bieten …

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Vorverstärker Accuphase C-200V

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Verstärker Kombination Technics 3000er Serie

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